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Rund um Gersthofen.
CSU Ortsverband feiert 80-jähriges Jubiläum
In feierlicher und zugleich auch lockerer Atmosphäre feierte der
CSU-Ortsverband Gersthofen sein 80-jähriges Gründungsjubiläum.
„Wir feiern heute kein verstaubtes Jubiläum. Wir feiern achtzig Jahre ab dem Jahr 1946.Und diese achtzig Jahre stehen für Anpacken, Verantwortung und Leidenschaft für unsere Stadt. Wir blicken nicht nur zurück auf eine beindruckende Geschichte, sondern wir spüren vor allem was uns ausmacht. Das ist Gemeinschaft, Verlässlichkeit und der feste Wille, Gersthofen auch in Zukunft erfolgreich zu gestalten“, so der stellvertretende CSU-Ortsvorsitzende Stefan Buck bei seiner Begrüßung der zahlreichen Gäste.
Unter den Gästen brachten Mandatsträger aus allen Ebenen dem „Geburtstagskind“ mit ihrer Anwesenheit ihre Wertschätzung zum Ausdruck. Vorne weg als Festredner der Vorsitzende der CSU-Landtagsfraktion und Staatsminister a.D. Klaus Holetschek. Dann auch die CSU-Kreisvorsitzende MdL, Staatsministerin a.D. Caroline Trautner, Markus Ferber, Mitglied des Europäischen Parlaments, Hansjörg Durz, Mitglied des Deutschen Bundestages, Leo Dietz, für Gersthofen zuständiger Landtagsabgeordneter und auch Max Strehle, der sich früher über viele Jahre als Landtagsabgeordneter der Stadt Gersthofen besonders verpflichtet fühlte. Landrat und Bezirkstagspräsident Martin Sailer kam genauso, wie auch Dr. Klaus Metzger, der als Gersthofer Bürger im Landkreis Aichach-Friedberg als Landrat amtiert.
In seiner Festansprache erinnerte MdL Klaus Holetschek daran, dass die CSU als Partei seit ihrer Gründung von der Verbindung der Menschen geprägt ist. So auch in Gersthofen, als vor achtzig Jahren gezeichnet vom Krieg und somit in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft, 22 Menschen am 6. Januar 1946 den CSU-Ortsverband gründeten. „Die damals geltenden Grundwerte von christlich und sozial sind auch heute immer noch entscheidend. Mit besorgtem Blick auf die radikalen Gruppierungen geht es da um fundamentale Dinge. So müssen Bürger auch wieder Vertrauen in die Politik haben. Das ist auch unsere Aufgabe als CSU“, so Holetschek. Dieser forderte ein „Einfach-Mal-Machen-Gesetz“ und eine Entkomplizierung in allen Lebensbereichen. Es braucht noch mehr Menschen, die Mut haben, etwas zu bewegen. Und solche Menschen müssen dann aber spürbar unterstützt werden. Zur aktuellen Politik merkte Holetschek an, dass für die Lösung vieler politischer Probleme, wie Wirtschaft, den
Staatsfinanzen und die Pflege im sozialen Bereich, eine „Staatsmodernisierung“ notwendig sei. In der Erkenntnis, dass jede Zeit besondere Herausforderungen hat, zeigte sich Klaus Holetschek davon überzeugt, dass es nach achtzig Jahren der CSU in Gersthofen auch weiterhin gelingen wird, in der Gemeinsamkeit diese Herausforderungen zu meistern.
In seinem Grußwort zeigte Landrat Martin Sailer die vielen positiven Verknüpfungen der Gersthofer CSU mit dem Kreistag des Landkreises Augsburg auf. So war es nicht nur die Zahl von 17 Gersthofer Kreisräten, die in 15 Wahlen bislang insgesamt 45 Mal in den Kreistag gewählt wurden. Führend tätig für den Landkreis waren aus Gersthofen Dr. Fritz Wiesenthal von 1962 bis 1972 als Landrat und als stellvertretende Landräte Josef Helmschrott und Sonja Geistbeck. „Jüngst“, so Landrat Martin Sailer, „haben beim Neubau des Paul-Klee-Gymnasiums der Landkreis und die Stadt Gersthofen wieder sehr konstruktiv zusammengearbeitet“. Martin Sailer erinnerte in seiner Funktion als Bezirkstagspräsident, dass Dr. Fritz Wiesenthal und Karl-Heinz Wagner auch viele Jahre dem Schwäbischen Bezirkstag angehörten.
„Wenn man so alt ist, wie die Gersthofer CSU, dann ist man heute für den Tagesordnungspunkt „Rückblick und Vergangenheit“ zuständig. Vielleicht kommt mir da zugute, dass ich das bisherige Geschehen kenne, von Kindheit an mit dabei bin, quasi hineingeboren und mitgewachsen“, so eine weitere Begründung von Karl-Heinz Wagner. „Mein Vater war Mitbegründer und einer der im Januar 1946 ersten gewählten Gemeinderäte. In meinem Elternhaus habe ich die mühsame Aufbauarbeit der Partei mitbekommen. Da gab es nach anfänglichen Erfolgen im Jahr 1952 die Abwahl eines CSU-Bürgermeisters und somit für die CSU eine lange Durststrecke. Neue, junge Kräfte in der CSU, leiteten dann in den 60-er Jahren in Gersthofen einen Politikwechsel ein. Dieser klappte mit der gewonnenen Bürgermeisterwahl im Jahr 1967 und ab 1972 mit der CSU-Mehrheit im Stadtrat. Neben einer bildlich unterstützten Chronologie über das Auf und Ab der Entwicklung der CSU gab Karl-Heinz Wagner auch so manch heitere Anekdoten der Gersthofer Kommunalpolitik zum Besten. „Trotz allen Rückschlägen, so wie der selbst verspielte schmerzliche Verlust der Mehrheit im Jahr 2014, ist bei der Betrachtung von nunmehr achtzig Jahren aber immer das Ganze zu sehen. Und dieses kann sich in der ständigen
Herausforderung für unsere Stadt, immer das Bessere zu erreichen, anerkennend sehen lassen. Und dafür stehen besonders die erfolgreichen Amtszeiten der beiden Bürgermeister Karl J. Weiß und Siegfried Deffner“, bilanzierte Karl-Heinz Wagner nach einer bald 54-jährigen Stadtratstätigkeit.
Für Susanne Olita sind die achtzig Jahre CSU in Gersthofen eine erfolgreiche Geschichte. „Sie ist das, worauf wir stehen, ein gutes Fundament“, sagt die Bürgermeisterkandidatin der CSU. Sie blickt fragend voraus, was wohl bei „100 Jahre CSU Gersthofen“ darauf geantwortet werden kann, was wir in den letzten zwanzig Jahren geschafft haben. Susanne Olita wirbt als Bürgermeisterkandidatin mit frischen Ideen, neuen Impulsen und dem Mut Verantwortung zu übernehmen, auch für eine starke Mehrheit im Stadtrat. Sie begründet: „eine starke Mehrheit ist kein Selbstzweck. Sie ist kein Pokal, den man ins Regal stellt. Denn nur mit stabilen Mehrheiten kann man gestalten, statt nur zu regieren. „Die Zeit Verantwortung zu übernehmen ist nicht irgendwann. Jetzt ist unser Auftrag, damit auch die, die nach uns kommen, sagen können: Sie haben nicht nur Geschichte gefeiert, sie haben Zukunft möglich gemacht“, so schlägt Susanne Olita den Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft.
Dass die von Patrick Haas moderierte Jubiläumsfeier gut vorbereitet ein Erfolg wurde, dazu trug das bekannte Musikerduo „Tom und Flo“ bei. Und auch der „Pausenfüller“, sprich lockere Unterhaltung bei Kaffee, Kuchen und Brotzeit, kam bei den Gästen gut an.


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