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Pressemitteilung zum Thema Nachverdichtung im Stadtzentrum

CSU fordert strategisches Vorgehen

CSU fordert strategisches Vorgehen bei baulicher Nachverdichtung im Stadtzentrum

Aufgrund knappen Wohnraums befasst sich der Gersthofer Stadtrat vermehrt mit Einzelanträgen zur Errichtung neuer Immobilien in gewachsenen Wohngebieten. Hierbei kommt immer wieder das Problem auf, dass die teilweise vor mehreren Jahrzehnten beschlossenen Bebauungspläne stellenweise veraltet sind. „Gersthofen hat sich zu einer modernen Stadt entwickelt, dies gilt es im Rahmen der Stadtplanung und folglich bei den Bebauungsplänen zu berücksichtigen. Speziell im Stadtzentrum sehen wir hier dringenden Handlungsbedarf“, so Max Poppe, CSU Fraktionsvorsitzender.

Mehrfach diskutiert wurde seit März unter anderem ein Vorhaben an der Ecke Bahnhofstraße und Lortzingstraße. Ein Antrag auf Vorbescheid wurde im März zunächst einstimmig abgelehnt. Im Planungsausschuss im April wurde dann diskutiert, ob anstelle des einzelnen Baugrundstücks ein größerer Planungsumgriff betrachtet werden soll. Die Verwaltung sah hierfür allerdings keine Notwendigkeit. Im Juni reichte der Bauwerber dann einen erneuten Antrag nur für den südlich gelegenen Gebäudeteil ein. Die CSU hat dieses Vorgehen kritisiert und eine Gesamtaufplanung gefordert. Nach längerer Debatte wurde der Beschluss vertagt. Im jüngsten Planungsausschuss sowie Stadtrat im Oktober lag nun ein Vorhabenbezogener Erschließungs- und Bebauungsplan zur Abstimmung vor. Aus Sicht der CSU gibt es darin drei Möglichkeiten, die Massivität der Bebauung zu steuern. Über die zulässige Anzahl der Vollgeschosse sowie Abstandsflächen und Baulinien. „Beim vorliegenden Entwurf gehen wir mit den meisten Punkten mit, da auch die Bayerische Bauordnung für ein Kerngebiet entsprechende Möglichkeiten aufzeigt. Nicht akzeptieren können wir aber die einseitige Grenzbebauung zum öffentlichen Park Sommerkeller, durch diese wird das städtische Grundstück faktisch endwertet. Für uns gilt, Nachverdichtung ja, aber nicht um jeden Preis“. Die CSU forderte deshalb dazu auf, vertraglich abzusichern, dass auch der Stadt für die Zukunft eine Grenzbebauung zusteht. Dies wurde von den anderen Parteien abgelehnt.

In Konsequenz darauf hat die CSU Fraktion einen Antrag eingereicht, welcher für die Zukunft einen koordinierten Prozess seitens der Bauverwaltung für das Kerngebiet der Stadt fordert und fallbezogene Einzelfälle zukünftig unnötig macht. Als Grenzen für das Untersuchungsgebiet werden die Robert-Stolz-Straße, Bahnhofstraße, Schumannstraße, Ziehrerstraße, Flurstraße, Augsburger Straße, Griesstraße, Winterstraße, Frühlingstraße, Bauernstraße, Bahnhofstraße, Schulstraße, Pestalozzistraße und Zellerstraße genannt. „In diesem Bereich sind nach wie vor freie Bauplätze beziehungsweise Potentialflächen zur Weiterentwicklung verfügbar“.