Stadtpark

Im Zuge der Erweiterungsplanungen für das City Center rückte der etwas versteckt liegende Park im Süden jüngst in den Fokus der Planer. Denn durch die Modernisierung des Centers und die Schaffung von neuen Verkaufsflächen werden zusätzliche Tiefgaragenplätze nötig. Diese können nur unter dem Park geschaffen werden.

Der aktuelle Planungsentwurf sieht zwei unterirdische Parkebenen sowie ein natürlich geformtes Hügelhaus vor, die Zu- und Abfahrt erfolgt über die Brahmsstraße sowie einen Verbindungsgang zur Rathaustiefgarage. Die ersten Zeichnungen des beauftragten Landschaftsarchitekten greifen weitere wünschenswerte Neuerungen auf. So soll z.B. die Treppe hinunter zum Rathausplatz verschwinden und eine komplett barrierefreie Durchlässigkeit des Parks erzielt werden. Schlecht einsehbare Bereiche sollen verschwinden, um auch in den Abend- und Nachtstunden für mehr Sicherheit zu sorgen.

Viele Bürgerinnen und Bürger erinnern sich sicherlich noch an den damaligen Schlittenberg an der Gersthofer Stadteiche. Auch dieser soll im Zuge der geplanten Geländemodellierungen nachempfunden werden. Mit all diesen Maßnahmen soll der Stadtpark ganzjährig zu einer naturnahen Begegnungszone werden.


City Center

Auch das City Center Gersthofen arbeitet an seiner Modernisierung und Erweiterung. Seit der Eröffnung vor 20 Jahren hat sich Vieles im Einzelhandel getan. Eine moderne Einkaufspassage besticht heute durch breite Gassen, viel Licht und ein allumfassendes Angebot. Die VIB AG aus Neuburg a.d. Donau möchte als Eigentümerin in diesem Zuge auch neue Mieter u.a. mit den Schwerpunkten Kleidung und Schuhe ansiedeln. Außerdem soll das äußere Erscheinungsbild heutigen Bedürfnissen angepasst werden. Mit gläsernen Fronten und großzügigen Eingangsbereichen soll Transparenz geschaffen werden und der Besucher in das Centerinnere geführt werden.

In diesem Zuge ist die Öffnung des Gebäudes in Richtung Bahnhofstraße geplant mit einer zusätzlichen Passagenachse in Nord-Süd-Richtung bis hinaus in den neuen Stadtpark auf der anderen Gebäudeseite. Die Fassade zum Rathausplatz hin soll ebenfalls einen Wandel erfahren, mit modernen Glaselementen etwa im Obergeschoss wird eine Neugliederung forciert. Ziel des Architekten ist eine natürlichere Verhältnismäßigkeit des hoch aufragenden Centergebäudes zum öffentlichen Rathausplatz hin.


Forum

Anfang 2010 gelang Herrn Pletschacher der Aufkauf eines großen Areals westlich der Donauwörther Straße. Er präsentierte der Stadt sein Einzelhandelsvorhaben, die Idee des „Gersthofer Forums" war geboren. Zunächst beschränkte sich das geplante Projekt auf die Grundstücke nördlich der Strasservilla. Im Rahmen einer besseren Verknüpfung des Forums mit dem City Center und dem Rathaus wurde der Planungsbereich später bis an die Bahnhofstraße hin ausgedehnt, Folge war die Einbeziehung des Bereichs rings um die Strasservilla. Aufgrund der massiven Kritik aus der Bevölkerung und des geplanten Bürgerbegehrens wurde die zu beplanende Fläche wieder auf die ursprüngliche Größe begrenzt. Als Zweifel an der Plausibilität des CIMA (CIMA Beratung + Management GmbH, München) Gutachtens aufkamen, wurden die weiteren Planungen zunächst gestoppt, die Überprüfung durch Fachleute der Firma GMA wurde beauftragt. Der in dieser Phase ausgearbeitete Kriterienkatalog der CSU soll als Orientierungshilfe und Verhandlungsgrundlage für die Investoren und die Stadtverwaltung dienen. Aus unserer Sicht wichtige städteplanerische Ziele finden sich hier wieder. So fordern wir z.B., dass sich die Kubatur des Forums besser in die Umgebung einfügen muss und kein Flachbau im Stadtzentrum entstehen darf. Die weiteren geforderten Etagen sollen ebenfalls der Belebung der Innenstadt dienen, z.B. durch moderne Wohnungen, Praxen oder Büros. Auch der jüngst zitierte Bedarf an weiteren Hotelkapazitäten oder die erneute Prüfung eines Kinos in der Stadt kann unseres Erachtens hier durchaus mit in die weiteren Überlegungen einfließen.


Strasservilla

Die im Eigentum der Stadt befindliche Strasservilla beherbergt aktuell das Kulturamt. Eine Ortsbegehung des Bauausschusses Ende 2010 ergab, dass eine anderweitige Nutzung kaum möglich scheint. Aufgrund der sehr beengten Platzverhältnisse wäre z.B. ein Restaurant- oder Cafébetrieb nur durch einen großen Eingriff in die Gebäudestruktur und einen Anbau möglich. Durch mehrere Stadtratsbeschlüsse wurde 2011 das geplante Bürgerbegehren hinfällig, die Strasservilla bleibt erhalten und auch weiterhin im Eigentum der Stadt Gersthofen


Strasserkreuzung

Wenn es um das Thema Verkehr im Stadtzentrum geht, führt kein Weg an der Strasserkreuzung vorbei! An dieser Engstelle treffen die leistungsfähigen innerstädtischen Straßenachsen in Nord-Süd- sowie West-Ost-Richtung zusammen. Die Hauptproblematik im Kreuzungsbereich sind die beengten Platzverhältnisse und das versetzte Aufeinandertreffen der Bahnhof- und der Bauernstraße. Die Konsequenz daraus ist, dass aus westlicher und östlicher Fahrtrichtung nicht zeitgleich in die Kreuzung eingefahren werden kann und aus südlicher und nördlicher kein tangentiales Abbiegen möglich ist (Folge u.a.: Linksabbiegeverbot von der Donauwörther Straße in die Bauernstraße). Ziel ist und bleibt es, die Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotens zu steigern und die Wartezeiten und somit mögliche Staupotentiale zu den Stoßzeiten auf ein Minimum zu reduzieren. Moderne Verkehrsleittechnik ist hier nur ein Aspekt, der in die Überlegungen mit einfließt.


Bahnhofstraße und Rathausplatz

Die Bahnhofstraße ist die Hauptverkehrsader im Zentrum Gersthofens. Bemerkenswert bei den vielen Fahrzeugbewegungen pro Tag ist, dass davon nur 16% auf wirklichen Durchgangsverkehr entfallen, die restlichen Fahrten beginnen oder enden im zentralen Stadtgebiet, z.B. Besorgungsfahrten oder der Weg von oder zur Arbeit (Zählung Mai 2011). Städteplanerisch gilt ihr durchschneidender Verlauf vor allem auf Höhe des Rathausplatzes als kritisch. Hier müssen Fußgänger beim Wechsel der Gehwegseite bis zu vier Fahrspuren überqueren. Nicht wegzudiskutieren sind auch Stoßzeiten in den Morgen- und Nachmittagsstunden, während denen ein Großteil der täglichen Fahrzeugbewegungen bewältigt werden muss. Aktuell passiert dies aufgrund der Ampelanlagen im „Stop&Go" Verfahren, Rückstaus sind die Folge. Planerisches Ziel ist es, dies zukünftig fließender abzuwickeln. Die Straße soll uneingeschränkt leistungsfähig bleiben, in Stunden mit wenig Verkehr allerdings wollen wir keine kahle Schneise in unserem Stadtzentrum. Wie im Gutachten der Firma GMA nochmals hervorgehoben, soll im Bereich des Rathausplatzes eine Aufwertung erfolgen und ein „roter Teppich" für die Besucher ausgerollt werden. Die Steigerung der Aufenthaltsqualität durch Begrünung, weitere Sitzmöglichkeiten aber auch bessere, barrierefreie Wegeführungen für Fußgänger und Radfahrer stellt einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar. In diesem Zuge wollen wir moderne Verkehrskonzepte, wie etwa das viel zitierte „Shared Space" Modell prüfen. Zu den beiden Einzelhandelsprojekten im Stadtzentrum erfolgen aufwändige Verkehrsanalysen, um das zukünftige Fahrzeugaufkommen vorhersagen und die richtigen Schlüsse ziehen zu können.

Übrigens:
Die Straße ist als Bundesstraße gewidmet, da sie als Umleitungsstrecke für die Autobahn dient. Mit der großzügigen Verbreiterung der A8 von vier auf jetzt acht Spuren (inkl. Standstreifen) sind Vollsperrungen im Vergleich zu früher jedoch sehr selten geworden. Wir kämpfen darum, die Umleitung an anderer Stelle zu definieren, um nach Rückwidmung zur Ortsstraße im Zentrum bauliche Verbesserungen realisieren zu können. Ein weiteres Ziel ist in diesem Zuge auch ein LKW-Durchfahrtsverbot.